Spiritualität

Unsere Spiritualität

Unser Leben wird bestimmt von den Gesetzen dieser Welt und ist auf diese Welt ausgerichtet. Nur im Dienst an dieser Welt können wir unser Leben zur Vollendung bringen. Wir erkennen Christus als "das Licht der Welt" (Joh. 8,12).

In den Zeichen der Zeit vernehmen wir Gottes Anruf und suchen auf immer neuen Wegen ihm zu entsprechen. (7)

Die Gebrochenheit der Welt und die Heilssehnsucht der Menschen heute fordert die Gemeinschaft zu neuen Antworten heraus.

Die Gemeinschaft stellt sich den Bedürfnissen unserer Zeit im Dienst am verletzten Menschsein. Dabei geht es wesentlich um ganzheitliches Heilwerden, weil Krankheit und Behinderung immer den ganzen Menschen betrifft. Bei der großen Beanspruchung orientiert sie sich ganz an der Frage, wie Gott und Welt, Gebet und Arbeit miteinander in Einklang zu bringen sind.

Wie Christus lebt auch unsere Gemeinschaft nicht für sich. Sie stellt sich mit ihm auf die Seite derer, die krank sind und Hilfe brauchen. So kündet sie mit ich den Menschen die erbarmende Liebe Gottes. (4)

Dort, wo es um Entscheidungen des Lebens geht, stehen wir in dem Raum, der von Gottes Gegenwart erfüllt ist. Wo wir uns dem Anspruch des Gewissens nicht entziehen, sind wir im Gespräch mit Gott, auch wenn wir nicht ausdrücklich seinen Namen nennen und ihn unmittelbar erfahren. (60)

Solches Denken wächst aus der Erkenntnis, daß es für Gott keinen bevorzugten Ort gibt, wo er wohnt, sondern daß alles "Ort" seiner Einwohnung ist, daß wir ihn überall finden können, und daß er überall bei uns ist. So liegen die geistlichen Wurzeln der Spiritualität der Clemensschwestern in der Einheit von Gottes- und Nächstenliebe, in der liebenden Zuwendung zum Armen und Notleidenden und in der persönlichen Begegnung mit ihm, gedrängt von einer Gottesliebe, die immer den Ganzen Menschen im Blick hat. Das bedeutete für uns - "Barmherzigkeit - jetzt gemeinsam tun". Dahinter verbirgt sich die gemeinsame Sendung, die heute zu immer neuen Aufbrüchen drängt.

Die Sinnfrage bzw. die Gottesfrage beschäftigt viele Menschen.
Mit ihnen nach Antworten zu suchen ist auch ein Werk der Barmherzigkeit.
In diesem Sinne sind wir mit den Menschen unterwegs.

Generalkapitel 2001

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