Das Fest „Allerheiligen“

31. Oktober 2021 Impulse

Ein Fest aller Heiligen, aller Seligen, aller Verstorbenen. Ein leuchtendes, stilles Fest mit einer besonderen Verbundenheit von Himmel und Erde.


Unzählige Kerzen leuchten am Abend des Allerheiligenfestes auf den Friedhöfen in die Nacht.

In der Euthymia-Grabkapelle auf dem Zentralfriedhof in Münster stehen hunderte Kerzen. Viele Menschen besuchen in diesen Tagen das Grab von Schwester M. Euthymia und stellen Lichter bei ihr auf.

Viele kommen auch dorthin, um Kerzen für ihre Lieben anzuzünden, deren Gräber sie nicht besuchen können. Der Ort, die Kapelle und das Grab von Schwester M. Euthymia sind eine sehr wichtige Anlaufstelle – nicht nur an diesem Tag!

Doch am Allerheiligenabend herrscht hier immer eine ganz besondere Atmosphäre. So ein Leuchten, so eine behutsame, heilige Stille. Die Menschen sprechen nur im Flüsterton miteinander. Ist es Heimweh, Sehnsucht, innerliche Hoffnung – zum Himmel hin? Oft kommen auch Eltern mit ihren kleinen Kindern – sie lieben es, Kerzen anzuzünden.

Die vielen Lichter – sie verbinden uns mit den „Lichtern im Himmel“. Das sind unsere vielen lieben Verstorbenen, die Seligen und Heiligen! Diese Tage und Nächte, Allerheiligen und Allerseelen, sind sehr bewusst ihnen allen gewidmet. Und das in einer Zeit, in der die Natur zu sterben scheint und ihr Leuchten ablegt. Diese Feste weisen mit ihrer großen Leuchtkraft hin auf unser Aller Zukunft, die Ewigkeit.

Erhält der Schmerz des Todes und des Abschieds hier nicht einen Glanz – eine Hoffnung? Wird der Glaube an die Ewigkeit hier spürbarer?

Sehr gerne bin ich an diesem Abend dort, bei den vielen Menschen, in der eindrucksvollen Stille, bei den vielen Lichtern und lasse mich wortlos vom Schein anleuchten.

Sr. Elisabethis


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