Das Jahr der Barmherzigkeit beendet

29. November 2016 Neuigkeiten

In Rom schloss der Papst am Christkönigfest die Heilige Pforte des Petersdoms. An vielen Orten in der Welt wurden Gottesdienste und Andachten zum Abschluss vom Jahr der Barmherzigkeit gehalten. So auch in unserer Mutterhauskirche.


„Jesus Christus ist das Antlitz der Barmherzigkeit des Vaters“ – mit den Worten hatte der Papst am 8. Dezember 2015 die Heilige Pforte und damit das Jahr der Barmherzigkeit eröffnet: Menschen, die einem wichtig sind, besucht man selbst. So auch Gott. Er wird Mensch mit der Sendung, den Menschen die Liebe seines Vaters zu offenbaren. Die Botschaft lautet: Gott liebt uns Menschen trotz unserer Beschränktheit und Schuld.

Am 20. November 2016 hat der Papst die Heilige Pforte im Petersdom in Rom wieder geschlossen. Es ist bewusst das Christkönigfest dafür gewählt worden, da dieses Fest auf den König hinweist, der Sünde in Gnade, Tod in Auferstehung und Angst in Vertrauen verwandelt. Tausende Pilger sind im vergangenen Jahr durch diese Pforte gegangen, um genau das erfahren zu dürfen!

Papst Franziskus war es ein Anliegen, dass Christen in diesem Jahr über die Werke der Barmherzigkeit nachdenken. Er schreibt in der Verkündigungsbulle des außerordentlichen Jubiläums der Barmherzigkeit: „Das wird eine Form sein, unser Gewissen, das gegenüber dem Drama der Armut oft eingeschlafen ist, wachzurütteln und immer mehr in die Herzmitte des Evangeliums vorzustoßen, in dem die Armen die Bevorzugten der göttlichen Barmherzigkeit sind. Die Verkündigung Jesu nennt uns diese Werke der Barmherzigkeit, damit wir prüfen können, ob wir als seine Jünger leben oder eben nicht.“

Die Barmherzigkeit war in unserer Gemeinschaft durch das Jahr hindurch immer wieder Thema an Besinnungstagen, am monatlichen Gebetsabend „Barmherzigkeit und Stille“ und in Gottesdiensten.

2008 entstand, im Rahmen unseres 200-jährigen Bestehens, eine Wanderausstellung mit sieben Tafeln zu den sieben leiblichen Werken der Barmherzigkeit. Bei der Abschlussandacht in der Mutterhauskirche standen diese Tafeln im Chorraum. aufgestellt. Wir hörten dazu Gedanken zur Entstehung der Werke der Barmherzigkeit in der frühen Kirche, Abschnitte aus unseren ersten und den aktuellen Ordensregeln, sowie Berichte über Initiativen des Papstes und aus den Gemeinden.

“Dieses Jahr der Barmherzigkeit hat uns eingeladen, die Mitte wiederzuentdecken, zum Wesentlichen zurückzukehren” – so Papst Franziskus in seiner Predigt an diesem Tag. Er fordert uns auf, „nie die Türen der Versöhnung und der Vergebung zu verschließen“, denn jede® einzelne von uns ist gerufen, „den anderen Hoffnung zuzusprechen und Chancen zu geben.“


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