Firmvorbereitung im Euthymia-Zentrum

3. Februar 2019 Sr. M. Euthymia

Schwester M. Euthymia war ihnen noch unbekannt. Die Firmlinge aus Wildeshausen mit ihren Katecheten besuchten das Euthymia-Zentrum.


Sie fanden einen Zugang zu Schwester M. Euthymia über die Frage, für wen sie wohl beten möchten, wem es nicht gut geht, wer Unterstützung und Begleitung braucht. Schw. M. Euthymia hat damals geholfen und viele Menschen erleben auch heute ihre Nähe.

Eine gerade heute angekommen Mail an das Euthymia-Zentrum konnte das verdeutlichen: „Schwester Euthymia, Du hast uns schon so oft geholfen – gerade jetzt wieder. Begleite unsere Familie weiterhin. Lass uns Frieden finden.“

Schw. M. Euthymia wusste schon als Kind, dass Jesus in ihrer Seele wohnte. Aus dieser Gewissheit lebte sie, besonders in schweren Zeiten; diese Gewissheit gab sie weiter.
Wenn wir uns firmen lassen, was möchten wir dann wohl? Warum machen wir mit in der Kirche? Wofür möchte ich beten? Was bewegt mich? Was macht mich traurig? Was suche ich in meinem Leben – auch für meine Seele – für mein Leben mit Christus?

Euthymia heißt übersetzt: „Ausgeglichenheit der Seele“. Was wünschen wir uns mehr! In bemerkenswerter Aufmerksamkeit hörten die Jugendlichen den Ausführungen zu.

Schw. M. Euthymia war den Kriegsgefangenen ganz nah. – Damals in der Baracke sagte einer der Kranken zu einem Sterbenden: „Euthymia, Deine Mama“. Sie konnten sich nicht über die Sprache verständigen. Das Verstehen geschah über Augen, Herz und Hände. In der Baracke mit oft 70 Gefangenen aus zahlreichen Ländern herrschte Frieden – mitten im Krieg – in Deutschland. Alle, die hier lagen waren gegen Deutschland in den Krieg gezogen, haben gekämpft und schweres Leid erfahren. Zusammengewürftelt und schwer krank erlebten sie in dieser Baracke Frieden.

Intensiv schauten sich die Jugendlichen die Lebens-und Zeitgeschichte von Schw. M. Euthymia an.

Die Pause verbrachten sie bei der Ausstellung mit Fotografien von Händen mehrerer Mitschwestern, die auf Gottes innerstes Geheimnis: die Barmherzigkeit aufmerksam machen wollen.

Von hier führte ihr Weg zum Dom, zur Mitte unseres Bistums. Der Besuch gehört dazu und so schnell kommt man von Wildeshausen ja nicht wieder nach Münster.

Auf dem Heimweg wurden von den Firmlingen kleine Merkzettel geschrieben: „Was hat mich heute besonders berührt. Was werde ich so schnell nicht vergessen“?

31.1.2019


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