Gedenktag Maria Albertis in Hamburg

19. November 2017 Neuigkeiten

Mit einem Gottesdienst in ihrer evangelischen Heimatgemeinde, St. Katharinen, und einem musikalisches Lesespiel zu ihrem Leben in St. Trinitatis in Hamburg, feierten wir am 12. November 2017 den 250. Geburtstag von Mutter Maria Alberti.



Am Sonntagmorgen, 12. November 2017, war es, nach intensiver Vorbereitung, endlich soweit: 55 Clemensschwestern fuhren frühmorgens in Richtung Hamburg – der Geburtsstadt unserer Mitgründerin und ersten Oberin unserer Gemeinschaft: Maria Alberti.
Gegen halb elf kamen wir in Hamburg in der „Hauptkirche St. Katharinen“ an. Dies ist die Kirche, in der Julius Alberti, Maria Albertis Vater, als evangelischer Pastor tätig war. Nach herzlicher Begrüßung durch die Hauptpastorin und Pröpstin der Gemeinde, Frau Dr. Ulrike Murmann, konnten wir uns mit Kaffee und Plätzchen stärken. 11.00 Uhr begann der Gottesdienst. Die Orgelstücke waren von Georg Philipp Telemann, der 1767, im Geburtsjahr Maria Albertis, verstarb. Drei Schwestern unserer Schola sangen das Kyrie vor; dazu gingen sie mit Frau Dr. Murmann nach dem Eingangslied nach vorn in den Altarraum. Dort wurde schon das geschwisterliche, ökumenische Miteinander sicht- und spürbar. Es durchzog den ganzen Tag!
Vor dem Evangelium (Lukas 17,20-24) gab Herr Martin Dieckmann, ein Verwandter unserer Generaloberin Schwester Charlotte, einen Überblick über das Leben von Maria Alberti. Dieses Lebensbild wurde umrahmt von zwei Gedichten von Novalis, vertont von Schubert. Die Sopranistin Oxana Lubova und Jonathan Sievers am Flügel brachten sie klangvoll zu Gehör. Die Pröpstin benannte in ihrer Predigt, ausgehend vom Evangelium zum Kommen des Reiches Gottes in uns, den Grund der Konversion Maria Albertis als „Sehnsucht nach geistiger Tiefe“. Diese Sehnsucht verbinde sie mit ihr, da sie selbst unsere Zeit ebenfalls oft als geistlos, materialistisch, kalt und berechnend wahrnehme. Luther habe übersetzt, das Reich Gottes sei „inwendig in uns“. Dies habe Maria Alberti gelebt, so wie unsere Gemeinschaft es weiter lebe, „die innere Kraft des Glaubens nach außen zu tragen und in der Krankenpflege ganz konkret das zu leben, was ihr in der Nachfolge Jesu Christi geboten schien“. Die Verbindung von Gottes – und Nächstenliebe sei der Kern des Reiches Gottes, nach dem wir uns sehnen, das aber auch bereits angebrochen ist.
Schwester Charlotte bedankte sich am Ende des Gottesdienstes im Namen der Gemeinschaft bei der Pröpstin und ihrer Gemeinde St. Katharinen für die herzliche Gastfreundschaft.

Nach dem Gottesdienst ging es nach Altona zur St.-Trinitatis-Gemeinde, wo wir für den Rest des Tages bei Kartoffelsuppe, Butterkuchen und Getränken neue Kraft schöpfen konnten. Eine besondere Freude in dieser Mittagszeit war der Besuch des emeritierten Erzbischofs Werner Thissen, der sichtlich genoss, mit so vielen Schwestern aus seinem Heimatbistum Münster in Kontakt zu kommen!
Um 14.30 Uhr fand in der St.Trinitatis-Kirche ein Konzert mit biografischer Lesung statt. AutorwarHerr Dieckmann, der die Texteim Wechsel mit Barbara Alberti las; sie ist eine direktenNachfahrin des jüngsten Bruders Fritz von Maria Alberti. Die musikalische Gestaltung wurde – wie in der Katharinenkirche- von Oxana Lubova und Jonathan Sievers übernommen. Die Lesetexte über das Leben Maria Albertis, die Musik und Texte von Zeitgenossen und der wunderschöne Gesang von Oxana Lubova ergänzten und vertieften sich gegenseitig, so dass eine dichte Atmosphäre entstand. Sr. Charlotte bedankte sich bei Pastor Thomas Morche, dass dieses Konzert mit Lesung in der Trinitatis-Kirche stattfinden konnte. Herrn Dieckmann wurde als Dank ein Bild, das Maria Alberti als junge Frau darstellt, überreicht.
Kurz nach 16.00 Uhr saßen wir wieder im Bus und wurden von„Richard“, unserem guten Busfahrer, nach Hause gebracht.
Unser besonderer Dank gilt Herrn Martin Dieckmann, der in Zusammenarbeit mit der Ordensleitung maßgeblich für die Gestaltung und Organisation des Tages verantwortlich war. Allen danken wir, die dazu beigetragen haben, dass es ein so erfüllter Tag geworden ist!


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