Maria Heimsuchung

2. Juli 2019 Impulse

Fest der Begegnung: Mariä Heimsuchung

Ich weiß nicht mehr, wo ich dieses Begegnungsbild fotografiert habe, doch es ist genau das Richtige zum Fest Mariä Heimsuchung. Die in Stein behauene Figur – Maria und Elisabeth – steht draußen in der Natur, wo ihre Begegnung wohl auch stattgefunden hat. Wind und Wetter zeichnen den behauenen Stein, Licht und Schatten ebenfalls.
Maria, die linke der beiden, umarmt Elisabeth, an deren Körper die Schwangerschaft schon deutlich sichtbar ist.
Elisabeth schaut wie verzückt in die Ferne. Wir können in diesem Blick ihre innere Bewegung sehen:

„Als ich deinen Gruß hörte, frohlockte das Kind in meinem Leib.“ Lk. 1,45

Dieser spürende und erkennende Blick kommt ganz von innen und reicht bis in unser Inneres. Johannes und Jesus sind der Beweg – Grund dieser Begegnung, der bis in unser Leben führt. So holt Maria uns mit ihrem freudigen und einladenden Blick in dieses Geschehen hinein. Wir dürfen teilnehmen an dieser Begegnung, wo Gott und Mensch zueinander kommen, weil Maria „Ja“ gesagt und sich auf den Weg ins „Bergland“ gemacht hat.

Wir feiern in diesem ganz alten Fest ein Heilsereignis, das Herz und Augen bereitet für unser persönliches Wachsen und Reifen und für die Möglichkeiten in unseren Begegnungen. Stimmen wir doch ein in Marias großen Gesang, der über alle Berge und Zeiten hinweg schallt:

„Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter.“ Lk.1.46

Sr. Elisabethis


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